
Gemeinde Härkingen: Zeitgewinn und Präzision dank Robotic Cleaning
44 Minuten täglich, die für anderes bleiben, das ist der Mehrwert, den Hauswart Dieter Heiniger dank dem Wetrok Reinigungsroboter erzielt. Wie der Robomatic Marvin seinen Arbeitsalltag verändert hat und warum er ihn als «Teamkollegen, der nie müde wird» bezeichnet, erzählt er im Gespräch.

Katharina Jacobi
Veröffentlicht
Herr Heiniger, für welche Gebäude sind Sie zuständig?
Ich bin als Leiter des technischen Dienstes für verschiedene Gebäude der Gemeinde Härkingen verantwortlich, vom Schulhaus über den Kindergarten bis zur Mehrzweckhalle. Besonders anspruchsvoll ist die Doppelturnhalle: Sie wird tagsüber von den Schülern und abends von Vereinen genutzt. Entsprechend bleibt uns für die Reinigung nur ein sehr knappes Zeitfenster alles muss bis spätestens 8.30 Uhr wieder sauber sein.
Das klingt nach einer grossen Herausforderung. Wie gehen Sie damit um?
Genau. Die Hallen sind stark frequentiert und täglich im Einsatz. Früher war es schwierig, innerhalb dieser kurzen Zeit alles zu schaffen. Wir mussten oft priorisieren, entweder die Halle oder die Garderoben. Das entsprach aber nicht unserem Anspruch an Sauberkeit. Deshalb suchten wir nach einer Lösung, die Effizienz und Qualität kombiniert.

Und diese Lösung war ein Reinigungsroboter?
Richtig. Wir haben im Sommer 2022 an einem Wetrok Event erstmals den Robomatic Marvin gesehen und waren sofort begeistert. Nach einem Testlauf in unserer Halle war für uns klar: Das ist die passende Lösung. Seit Februar 2023 unterstützt uns Marvin täglich bei der Bodenreinigung.
Wie funktioniert der Einsatz im Alltag konkret?
Ich starte Marvin jeden Morgen in der unteren Turnhalle, während ich parallel die Ränder und Garderoben reinige. Danach transportiere ich ihn mit dem Lift in die obere Halle, wo er dieselbe Route fährt. Die Hallen sind pünktlich um 8.30 Uhr fertig und das ganz ohne Stress. Insgesamt gewinnen wir so rund 44 Minuten pro Tag, also fast einen halben Arbeitstag pro Woche.
Welche Vorteile bringt der Roboter ausser dem Zeitgewinn?
Die Reinigungsqualität ist konstanter geworden. Marvin entfernt zuverlässig Staub, Flecken und Schuhsohlenspuren, immer in derselben Gründlichkeit. Früher war das in der verfügbaren Zeit gar nicht täglich machbar. Jetzt sind die Böden und Garderoben jeden Morgen in Top-Zustand. Auch die Sportvereine haben das bemerkt, besonders die Hockeyspieler, die von kürzeren Bremswegen berichten (lacht).

Warum fiel die Wahl auf einen teilautonomen Roboter?
Für unsere Gegebenheiten ist das die optimale Lösung. Marvin ist kompakt, reinigt gründlich und kann auch manuell eingesetzt werden, zum Beispiel in engen Garderoben oder bei punktuellen Verschmutzungen. Ein vollautonomer Roboter wäre zu gross, zu teuer und weniger flexibel gewesen.
Wie einfach ist die Bedienung?
Sehr einfach. Ich fahre die gewünschte Reinigungsroute einmal ab, und der Roboter speichert sie. Danach muss ich ihn nur noch am Startpunkt platzieren, den Rest erledigt er selbst. Mit einer Akkuladung schafft er bis zu vier Turnhallen. So einfach und zuverlässig hätte ich mir das vor einigen Jahren nicht vorstellen können.
Wie hat das Team auf die Einführung reagiert?
Sehr positiv! Es gab nie Angst, dass der Roboter Arbeitsplätze ersetzt. Im Gegenteil er entlastet uns spürbar. Wir nutzen die gewonnene Zeit für andere Aufgaben wie die Sanitärreinigung oder die Pflege der Aussenanlagen. Auch die Schüler und Senioren zeigen grosses Interesse: Viele bleiben stehen und schauen zu, wenn Marvin seine Runden dreht.

«Marvin ist wie ein Teamkollege, der nie müde wird. Er arbeitet präzise, während wir uns um die Details kümmern, das macht den Unterschied.»

Ihr Fazit nach mehreren Monaten im Einsatz?
Robomatic Marvin hat unseren Arbeitsalltag verändert, im besten Sinn. Wir sind effizienter, die Qualität ist höher, und das Team arbeitet entspannter. Für mich steht fest: Reinigungsroboter sind die Zukunft aber sie ersetzen den Menschen nicht. Sie sind Werkzeuge, die uns helfen, unsere Arbeit noch besser zu machen.






